Wir feiern Ostern!

Wir feiern Ostern!

Liebe Christinnen und Christen in unserem Pfarrverband!

Ostern wird auch heuer gefeiert! Allerdings etwas anders als gewohnt.

Durch die Corona-Pandemie mit den damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverboten ist es uns dieses Jahr nicht möglich, die Osterliturgie in der gewohnten Form gemeinsam in unseren Pfarrkirchen zu feiern. Aber es gibt viele alternative Angebote in Radio und Fernsehen, auf welche Sie zurückgreifen können.

Zunächst hat die Erzdiözese Wien ganz tolle Vorlagen entwickelt, mit denen jeder selbständig zu Hause (Hauskirche) feiern kann. Zu finden sind diese empfehlenswerten Vorschläge im Internet unter: www.netzwerk-gottesdienst.at

Dann gibt es eine Fülle von Angeboten in Radio, Fernsehen und Internet, wo die Gottesdienste der Karwoche übertragen werden. Es ergeht eine herzliche Einladung diese Angebote zu nützen und so zu Hause in das Karwochengeschehen einzutauchen. Hier einige Vorschläge zur Auswahl:

Gründonnerstag: 18.15 Uhr ORF 3 (aus dem Stephansdom mit unserem Kardinal Christoph Schönborn); 19.00 ORF Radio NÖ (aus der Pfarre Jois/Burgenland)

Karfreitag: 18.00 Radio Maria (aus Rom mit unserem Papst Franziskus); 19.00 ORF Radio NÖ (aus Pfarre Winden am See/Burgenland; 19.15 ORF 3 (aus dem Stephansdom mit unserem Kardinal)

Karsamstag - Osternacht: 20.15 ORF 3 (aus dem Stephansdom mit unserem Kardinal), 21.05 ORF Radio NÖ (aus der Pfarre St. Margarethen/Burgenland)

Ostersonntag: 09.00 Servus TV (aus dem Dom St. Pölten mit Bischof Schwarz); 10.00 ORF Radio NÖ (aus Tanzenberg/Kärnten);10.30 ORF 2 (aus dem Stephansdom mit unserem Kardinal); 11.00 Uhr Radio Maria (aus Rom mit unserem Papst), 12.00 Uhr Segen Urbi et Orbi ORF 2

Im Pfarrverband selber dürfen nur Gottesdienste im kleinsten Rahmen gefeiert werden. Pfarrer Andreas wird mit jeweils fünf stellvertretenden Personen die Liturgien in einer unserer Pfarrkirchen feiern.

Wir planen dazu eine eigene Übertragung dieser Gottesdienste im Internet mittels youtube. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch auf diese Weise mit uns feiern. Alles was Sie dazu benötigen ist ein Computer oder ein Handy mit Internetzugang. Den zugehörigen Link zum Öffnen der einzelnen Aufzeichnungen finden Sie unten angeführt, auf der Pfarrverbandshomepage bzw. werden wir diesen Link auch mittels WhatsApp verbreiten. Nachdem wir dieses Medium erstmals nutzen, möchten wir darauf hinweisen, dass es sich dabei um Laienaufnahmen handelt. Wir werden uns aber bestmöglich auf diese Aufnahmen vorbereiten. Sollte es dennoch zu technischen Schwierigkeiten kommen, ersuchen wir schon jetzt um Ihr Verständnis.

Link: https://www.youtube.com/channel/UC5q80NqFhrgQYprucq-YlKg/

Geplante Übertragungen auf Youtube als livestreams im Kanal „Gemeinsam Gottesdienst“

Gründonnerstag:      18:00 Uhr aus der Pfarrkirche Gettsdorf

Karfreitag:                 18:00 Uhr aus der Pfarrkirche Großmeiseldorf

Karsamstag:              20:00 Uhr aus der Pfarrkirche Glaubendorf

Ostersonntag:           10:00 Uhr aus der Pfarrkirche Ziersdorf

Ostermontag:            10:00 Uhr aus der Pfarrkirche Rohrbach

Natürlich stehen auch unsere Pfarrkirchen in diesen Tagen weiterhin offen! In Einhaltung der geltenden Vorschriften laden wir Sie ein: Kommen Sie auch in dieser besonderen Woche zum persönlichen Gebet in unsere Kirchen. Zünden Sie für Ihre Liebsten eine Kerze an und bringen Sie dabei Ihre Anliegen vor Gott!

So möge der Segen des Auferstandenen Sie und Ihre ganze Familie durch diese herausfordernde Zeit und darüber hinaus begleiten. Seine Freude und sein Friede wohne bei uns allen. Wir beten für Sie und wünschen Ihnen gesegnete Kartage und ein frohes Osterfest!

Pfarrer und das ganze Pfarrverbandsteam

Palmsonntag 2020

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

In jener Zeit ging Jesus nach Jerusalem hinauf.

Als er in die Nähe von Betanien kam, an den Berg, der Ölberg heißt, schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Die beiden machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Dann führten sie ihn zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und halfen Jesus hinauf. Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus.

Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

 

Der Palmsonntag ist das Eingangstor in die Hl. Woche, in die Karwoche. Ich denke - bis jetzt war Palmsonntag für uns nur das Signal, dass wir nach ein paar Tagen ein großes Fest feiern. Schöne Tage mit gutem Essen, zumeist im Kreise der Familie.

 

Dass wir in der Karwoche das höchste religiöse Fest feiern,

das war leider nicht mehr vielen Menschen bewusst. Auch für uns Christen sind diese Tage Routine geworden. Wir haben gefeiert, was wir gewohnt waren zu: vielleicht Palmzweige segnen oder Osterspeisen.

Es gab aber so viele Freizeitangebote in diesen Tagen, dass wir für das Feiern in der Kirche fast keine Zeit mehr hatten.

 

Und plötzlich sehen diese Tage nicht so freudig aus. Gasthäuser und Heurigen sind zu, unsere Freunde und teilweise die Familie können wir auch nicht treffen. Vielfach sehen Eltern nicht einmal ihre eigenen Kinder. In einigen Familien besteht berechtigte Angst, weil da jemand krank ist, oder die Familie trauert, weil jemand gestorben ist.

Bei uns in Österreich spüren wir das nicht so schmerzhaft wie die Menschen in Italien oder Spanien.

Auch wenn jemand an dem Gottesdienst teilnehmen will, kann er nicht in der Kirchen in der Gemeinschaft mitfeiern. Papst Franziskus wird heuer, das erste Mal in der Geschichte der Kirche, die Liturgie der Karwoche allein feiern, in der versperrten Basilika.

 

Woanders habe ich den Satz gelesen: „Es gibt im Leben keinen Zufall, es gibt nur Zeichen“.  Das Coronavirus ist für mich

 ein Zeichen. Und ich frage mich, was will es mir sagen? Was will mir Gott durch dieses Zeichen sagen? Wie soll ich es in meinem persönlichen und religiösen, priesterlichen Leben deuten, interpretieren?

 

Papst Franziskus hat vor einer Woche gesagt: „Verliert diese Zeit nicht.“ à Im Sinne von: Nutzt diese Zeit! Ich denke jedoch, wir verlieren diese Zeit, wir übersehen dieses Zeichen, wenn wir gedankenlos diese Tage durchleben, als ob nichts passiert wäre.

 

Eines müssen wir sicher sein: Vor 2000 Jahren ist Christus durch die Tage des Leidens und Todes gegangen, damit wir in unserer Situation - wie heuer – nicht hoffnungslos und enttäuscht in die Zukunft sehen. Mit Christus gehen wir nun der Auferstehung entgegen, dem Fest der Freude, des Lebens, der Hoffnung.       

 

Ich wünsche Ihnen ein tiefes Miterleben dieser Tage der Karwoche und ein Auferstehen zu neuem Leben mit Gott am Ostersonntag.

 

 

Und kurze Info: die Technik macht es möglich, dass wir über ein anderes Medium am Gottesdienst teilhaben können – nutzen wir diese Angebote.

 

Liebe Pfarrangehörige des             Pfarrverbandes Ziersdorf

 
In diesen schwierigen Zeiten der Absagen der kirchlichen Feiern, wollen wir Ihnen die Möglichkeit bieten, Ihre/Eure vorbereiteten, oder die von der Pfarre zur Verfügung gestellten Palmkätzchen segnen zu lassen.

Sie können am Palmsonntag den
05.04.2020 zwischen 09.00 und
12.00 Uhr in jeder Pfarre Ihre
Palmkätzchen zur Kirche zu bringen. Der
Pfarrer fährt alle Pfarren ab und wird die
Palmzweige segnen.

Diese können dann ab 13.00 Uhr bis am Abend wieder von der Pfarrkirche abgeholt werden.
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In jeder Pfarre wird ab Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag die Pfarrkirche den ganzen Tag zum persönlichen Gebet geöffnet sein.

In der Karwoche feiert der Pfarrer in jeder Pfarre einmal
Gottesdienst:

PalmsonntagFahndorf, Gründonnerstag – Gettsdorf,
Karfreitag – Großmeiseldorf, Osternacht – Glaubendorf,
Ostersonntag – Ziersdorf, Ostermontag – Rohrbach

Leider müssen diese Gottesdienste ohne Leute gefeiert werden.

Bleiben Sie mit der feiernden Pfarre im Gebet verbunden.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes und gnadenreiches Osterfest. Die ermunternde Botschaft von der Auferstehung Jesus soll uns Mut machen in dieser schwierigen Zeit.

Pfarrer Andreas Kalita
alle Pfarrgemeinderäte unseres Pfarrverbandes

5. Fastensonntag
„Lazarus – komm heraus“.

Wir feiern heute schon den 5. Fastensonntag. Wir sind auf dem Weg Ostern entgegen. Leider werden wir dieses Fest heuer anders feiern müssen als sonst. Was bis jetzt für uns immer selbstverständlich war die Gesundheit, die Freiheit, dorthin zu gehen, wo man möchte, die finanzielle Absicherung, die Ausübung eines Jobs, den man gerne macht – all das ist nicht mehr selbstverständlich.

Wir sind tagtäglich sehr besorgt, wenn wir sehen oder lesen, was bei uns und in der Welt aktuell passiert - Tod, Leid, Verzweiflung. Als Antwort auf unsere Sorgen und Ängste hören wir im heutigen Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. Der Tote lebt, können wir uns eine bessere Nachricht vorstellen als diese Botschaft?

 + Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sandten die Schwestern des Lazarus Jesus die Nachricht:
Herr, dein Freund ist krank. Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.

Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Jesus war im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet?
Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus.  Er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.
Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag.

Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.

Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus. Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Das Neue Testament wurde vor zwei tausend Jahren geschrieben.  Jemand kann sagen, was kann da für uns Menschen in der Gegenwart aktuell sein? Das ist das Besondere an diesem Buch: Diese Texte sprechen uns an, je nach dem, was wir in unserem Leben erfahren. Und so ist es mit dem heutigen Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. Ich habe dieses Evangelium tausende Mal gelesen. Aber nie hat sie mich so berührt wie heuer. Vor allem die Worte Jesu: „Lazarus, komm heraus.“

 „Komm heraus“ diese Worte sagt Jesus persönlich zu jeder und jedem von uns.
In dieser schwierigen Zeit haben viele von uns sich in verschiedenen Gräbern versteckt: Gräber der Angst, der Verzweiflung, der Resignation. Wahrscheinlich denken wir darüber nach, was mache ich, wenn ich oder jemand von meiner Familie erkrankt? Was mache ich, wenn ich meine Arbeit verliere. Wovon werden wir leben?

Das sind unsere aktuellen Gräber. Und aus diesen Gräbern will uns Jesus herausholen, er will uns frei machen, noch mehr, er will uns heilen, er will uns das Leben schenken, das Leben ohne Angst.

 Wie kann er das machen? Auf diese Frage kann ich nicht antworten. Aber haben die, die mit Jesus zum Grab des Lazarus gekommen sind, überhaupt gedacht, dass er ihn auferweckt, dass ein 4 Tage toter Mann wieder leben wird?

Jesus kann für uns mehr machen, als wir erwarten können, als wir träumen können. Wir müssen nur Vertrauen in ihn haben, und wir müssen ihm erlauben in unserem Leben zu wirken.  Vertrauen wir Jesus, er steht vor unserem Grab und ruft „komm heraus“.

 

 

  



 

 

Unterstützungsinitiativen

Caritas - #TeamNächstenliebe: Wir schau’n aufeinander

www.caritas.at/aktuell/kampagne/team-naechstenliebe/

 

Team Österreich (Rotes Kreuz und Ö3)

teamoesterreich.at

 

Erklärvideo für Kinder (ggf auch für Menschen mit Demenz)

https://www.youtube.com/watch?v=_kU4oCmRFTw&feature=youtu.be